Neubeginn nach dem Krieg


Schon im September 1945 wurde der Sportverein Karlshuld wieder zu neuem Leben erweckt. Die örtliche Militärregierung setzte Leo Schiegl als Vorstand ein und bestimmte Alois Goßner zum Kassier und Schriftführer.

Es dauerte aber noch drei Jahre bis der Spielbetrieb, nun wieder in der Gruppe Schwaben-Ost am 19. Dezember 1948 aufgenommen werden konnte. Das Auswärtsspiel gegen denSV Buxheim gewann man mit 1:0.
Unvergessen ist auch das 1948-Pokalspiel gegen den VfR Neuburg vor 1700 Zuschauern in Neuschwetzingen, das erst in der Verlängerung mit 3:4 verloren wurde.

Die ersten Nachkreigsvorstandschafts-Wahlen konnten am 16. Dezember 1948 stattfinden. Zum Vorstand wurde wieder Ludwig Scherm und zum Geschäftsführer Leo Schiegl gewählt. Doch hielt die nun 16-jährige Ara von Ludwig Scherm nicht lange an. Differenzen in der Vorstandschaft führten zum Rücktriott schon nach einem halben Jahr.

Zum neuen Vorstand wurde Josef Stelzer gewählt. Damit die jährliche Hauptversammlung in der Spielpause stattfinden konnte legte man das Geschäftsjahr vom 1. August bist 31. Juli fest. Noch im Juni 1949 traf man die Vorbereitung für die Aufnahme des Spielbetriebes einer Schülermannschaft.

Wurden die Verbandsspiele mit viel Ehrgeiz und EInsatz bestritten, so kam der Spaß nie zu kurz. Traditionsgemäß führte der Verein, zur Begeisterung der Bevölkerung, feucht föhliche Faschings-Fußballspiele durch.

Unter dem Vorstand Georh Seißler erreichte der Verein nach 17 Monaten intensivsten Schriftverkehrs mit höchsten Stellen, dass dem Verein aus Totomitteln ein Zuschuss von 2000 DM für den Bau des Sportplatzes zufließen konnten.

Das Jahr 1952 war geprägt sowohl von fußballerischen wie aber auch vereinseigenen Höhepunkten. Das 20-jährige Bestehen des S.V.Karlshuld beging der Verein mit einem großen Pokalturnier, was zu dem bis dahin größten Ereignis in der Vereinsgeschichte werden sollte. Es trafen die Mannschaften des FC Bayern München, MTV Ingolstadt, VfR Neuburg und der S.V.Karlshuld aufeinander. Pokalsieger wurde erwartungsgemäß der FC Bayern. Wie es sich als Gastgeber gehört, ließ der S.V.K. den Gästen den Vortritt und gab sich mit dem letzten Platz zufrieden.
Als herausragender Ehrengast konnte diesem Jubiläum der Alt-Internationale Ernst Lehner (damals Viktoria Aschaffenburg) gebrüßt werden.
Dieses Turnier fand auch in der Presse ein großes Echo, denn neben den Lokalzeitungen berichteten auch die Süddeutsche und das Sport-Echo über dieses Jubiläums-Turnier.

Mit der Einweihung des neuen Sportplatzes stand schon gleich ein neuer Höhepunkt im Haus. Gegenüber der Klosterwirtschaft hatten fleißige Helfer einen hervorragenden Fußballplatz angelegt. Ein Pokalturnier mit den Mannschaften des SV Grasheim, FC Langenmosen und TSV Brunnen fand den entsprechenden Rahmen für die Einweihung. Sieger wurde der Gastgeber selbst, verzichtete aber großzügig auf den Pokal.

Mit der Ausrichtung des 3. Donaumoos-Leichatlethik-Wanderpokals am 6. Juöi 1952 konnte die Leichatlethikabteilung ihre Leistungsstärke unter Beweis stelle. Die Sportler des S.V.K. konnten dabei hinter dem Sieger SV Klingsmoos einen hervorragenden zweiten Platz belegen.

Ebenso hielten die Leistungen der 1. Mannschaft weiter an und sie wurden Meister der B-Klasse Neuburg. In der Saison 1953/54 spielte der S.V.K. jedoch in der A-Klasse Donau-Ilm, nachdem  dem Antrag auf Umgliederung von Schwaben nach Oberbayern am 16. April 1953 zugestimmt wurde.
Der Verbleib in dieser Klasse dauerte leider nur eine Saison. In den nächsten Jahren spielte man mit wechselndem Erfolg in der B-Klasse weiter.

In der Einsicht, die 1. Mannschaft durch eigenen Nachwuchs zu verstärken und mit dazu beizutragen, die Jugendarbeit zu fördern, wurde am 3. Juni 2954 beschlossen, eine Jugendmannschaft aufzustellen.

Schon bals stand das silberne Jubiläum, 25 Jahre S.V.Karlshuld, an, dad wieder mit einem Pokalturnier begangen wurde. Daran nahmen die Mannschaften des FC Bayern München Amateure, TSV Göggingen und TSV Hohenwart teil. Trotz dieses strken Feldes belegten die "Grün-Hemden" einen beachtlichen dritten Platz.

Wichtiger als Siege oder Platzierungen in Pokalturnieren war die Meisterschaft in der B-Klasse Donau-Ilm 1957 und damit der entgültige Aufstieg in die A-Klasse.


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